Der Museumstechniker

Als Museumstechniker hatte ich im Laufe der Jahre die Gelegenheit mit sehr renommierten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern zusammenzuarbeiten.

Unvergesslich bleibt die Mitarbeit mit Gerhard Richter anlässlich seiner Ausstellung «Streifen&Glas» im Kunstmuseum Winterthur.

Matt Mullican bestach durch die Dichte seiner Symbolsprache, die er auch durch die räumliche Verdichtung verstärkte und somit eine überbordende Reizüberflutung inszenierte.

Der britische Bildhauer Richard Deacon ist ein unkonventioneller Künstler, der vom Material ausgehend seine Werke entwickelt. Seine Skulpturen entstehen ohne eine vorgefasste Vorstellung zu verfolgen, verblüffend sind dabei seine unüblichen Resultate.

Ein Seelenverwandter mit dem ich äusserst gerne zusammengearbeitet habe.

Mit Joel Shapiro, der seine farbigen luftigen Holzarbeiten ausstellte, verband mich sein überaus feiner Humor. Eindrücklich war für mich, wie er in seiner unbekümmerten Art gängige Konventionen über Bord warf um dabei komplett neue Erlebniswelten zu erschaffen.

Neben Exponenten der Arte Povera, wie Giovanni Anselmo oder Giuseppe Penone, richtete ich als Museumstechniker auch Ausstellungen jüngerer Künstler ein.

Kathinka Bock, Thea Djordjadze, Koenraad Dedobbeleer, Pamela Rosenkranz, Ed Atkins, Julian Charrière, Sung Tieu, Raphaela Vogel und andere.

Diese Zusammenarbeit hat nicht nur meine Perspektive auf die zeitgenössische Kunst erweitert, sondern auch meine kreative Praxis bereichert. Jeder Künstler hat auf seine Weise dazu beigetragen, die Grenzen des Möglichen zu hinterfragen und neue Wege des Ausdrucks zu finden.